
Hope Springs – Alternative Drama Highlights mit neuem Stück
Was würdest du tun,…?
… wenn dich deine Eltern in die Besserungsanstalt Hope Springs schicken?
… wenn diese Anstalt auf einer einsamen Insel liegt?
… wenn diese Insel von einem profitorientierten Unternehmen namens Youth Correction
Limted kontrolliert wird, das deinen Eltern verkauft, dass alles nur zu deinem Besten
geschieht?
… wenn plötzlich eine Jugendlicher aus der Gruppe verschwindet?
Die Jugendlichen im aktuellen Stück der englischsprachigen Theater-AG Alternative
Drama Highlights, geleitet von Michael Scharnowski, finden ihre eigenen
unterschiedlichen Wege, mit dieser Situation umzugehen, lassen Unterdrückung, Gewalt
und Folter über sich ergehen – bis eines Tages ihr Ringleader für „klare Verhältnisse“
sorgt. Das ist der Moment, in dem Hope Springs von der Außenwelt abgeschnitten wird.
Zwei Inspektoren des renommierten werbewirksamen Unternehmens YCL machen sich
auf den Weg, den unerklärlichen Vorfall zu ergründen – und kommen in einer aus
verschiedenen Zeitsträngen verflochtenen Reise der „Wahrheit“ ein Stück näher. „Unwise,
very unwise“.
Von Trennung und Zusammenhalt erzählt das Stück, von Hoffnung und unterschiedlichen
Individuen, die an diesem Ort aufeinandertreffen und wirft dabei einen
gesellschaftskritischen Blick auf den Umgang mit „nicht angepassten“ Jugendlichen.
Das hat auch den Reiz für die 22 Schüler*innen der drei Bueraner Gymnasien in
Gelsenkirchen, die in der Theater-AG mitwirken, ausgemacht. Unter Anleitung des
Englischlehrers, Theaterpädagogen und Schulleiter des Leibniz-Gymnasiums Michael
Scharnowski schrieben sie Rollenbiografien, mit Hilfe einer Psychologin vertieften sie die
Figuren und setzen diese mit der Choreografin und Tanzlehrerin Raffaela Naruhn in
Begleitung der für das Stück komponierten Musik von Leonard Mallmann wirkungsvoll in
Szene.
Die Premiere des Stücks fand wie jedes Jahr in der Partnerstadt Gelsenkirchens am
Piccolo Kinder- und Jugendtheater in Cottbus im großen Saal statt. Dort absolvierten die
jungen Darstellenden in einer Woche im Januar zwischen Proben und Auftritten ein
vielfältiges Programm aus Theater-, Museums- und traditionellem Restaurantbesuch.
So erlebten sie das, was den Figuren ihres Stückes nur schwer gelingt: Zusammenhalt
durch die gemeinsame Arbeit an einem lohnenden Projekt, bei dem sich alle aufeinander
verlassen konnten – und das über Schul- und Stadtgrenzen hinaus.
Wise, very wise.


