Konzept Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung am AvD

Gemäß den Vorgaben zur Verkehrserziehung der Landesregierung (vgl. BASS 15-02 Nr. 5) sehen wir die Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung unserer Schüler*innen als einen wichtigen Erziehungsauftrag.

Dabei leisten wir einen Beitrag zur Sicherheits-, Sozial-, Umwelt- und Gesundheitserziehung, indem wir die Kompetenzen unserer Schüler*innen zu einer verantwortlichen und reflektierten Teilnahme am Straßenverkehr fördern.

Diese geschieht am AvD durch zwei außerunterrichtliche Projekte:

In der Sekundarstufe I führen wir mit der Klasse 5 einen Projekttag zur Reduzierung von Fahrradunfällen in Kooperation mit der Verkehrsdirektion der Polizei Gelsenkirchen durch.

Unter der Leitung des für die Verkehrserziehung verantwortlichen Lehrers und in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und den Eltern der Klasse 5 erfahren die Schüler*innen an diesem Projekttag welche Gefahren der Schulweg per Fahrrad beinhaltet.

Dies erfolgt unter den oben genannten vier Aspekten der Verkehrs- und Mobilitätserziehung:

-          als Beitrag zur Sicherheitserziehung, indem potentielle Gefahrensituationen und
Gefahrenstellen zuerst besprochen, anschließend bei einer Radtour auf dem realen Schulweg erlebt und abschließend reflektiert werden,

-         als Beitrag zur Sozialerziehung, indem die Schüler*innen in Kleingruppen unter der Aufsicht von Eltern bzw. Lehrern situationsorientiertes flexibles Verhalten einüben und Rücksichtnahme und Verzicht auf Vorrechte sowie Antizipation der Handlungen anderer Verkehrsteilnehmer lernen,

-          als Beitrag zur Umwelterziehung, indem die Schüler*innen im Schulweg mit dem Fahrrad eine Alternative zur motorbetriebenen Fortbewegung erkennen,

-          als Beitrag zur Gesundheitserziehung, indem die Schüler*innen das Fahrrad als
gesundheitsförderndes Fortbewegungsmittel kennen lernen.

Der Projekttag beinhaltet einen vorbereitenden Elternabend, eine Vortour mit den beteiligten Eltern, eine Theoriestunde unter Leitung der Polizei, die an den Erfahrungen des Radfahrtrainings der Primarstufe anknüpft, eine Sicherheitskontrolle der Fahrräder, ein Durchfahren eines Fahrradparcours auf dem Schulhof, das von Eltern und Lehrern begleitete Abfahren des persönlichen Schulwegs in Kleingruppen (nach Stadtteilen sortiert) und eine abschließende Reflektion und Nachbesprechung der zuvor erlebten Situationen im Straßenverkehr.

Durch die intensive Einbeziehung der Eltern (pro Klasse ca. acht Eltern) werden auch diese für die Gefahren sensibilisiert und können so nachhaltig über diesen Tag hinaus ihre Kinder auf die Risiken des Radfahrens im Straßenverkehr aufmerksam machen.

In der Sekundarstufe II nehmen wir jedes Jahr mit der Jahrgangsstufe 10 am „Crash Kurs NRW – Realität erfahren. Echt hart“, einer von der Polizei in Kooperation mit weiteren Ersthelferpartnern durchgeführten Präventionsveranstaltung, teil.

Hier wird versucht den Schüler*innen ein realitätsnahes Gefahrenbewusstsein zu vermitteln und eine dauerhafte, positive Verhaltensänderung zu bewirken. Dies geschieht durch eine Konfrontation mit Unfallberichten aus den vergangenen Jahren, die in und um Gelsenkirchen herum mit jungen Menschen passiert sind. Polizisten, Feuerwehrleute, Notfallseelsorger, Notärzte und Angehörige von Unfallopfern berichten auf eindringliche Weise von den schrecklichen Folgen eines Unfalls und dem fast immer zugrunde liegenden Fehlverhalten der jungen Verkehrsteilnehmer*innen. Hier wird deutlich, dass alle Verkehrsteilnehmer*innen, nicht nur die Fahrer, Verantwortung für sich und andere tragen.

Dieses Lernziel entspricht auch den Rahmenvorgaben  zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Schule, die die sicherheitsorientierte und gesundheitsbewusste Verkehrsteilnahme der Schüler*innen in den Mittelpunkt der Präventionsarbeit der Sekundarstufe II stellt, um aktuelle und zukünftige Fahranfänger*innen (PKW) für diese Gefahren zu sensibilisieren.