Die Erprobungsstufe am AvD - Ein sanfter Übergang von der Grundschule zum Gymnasium

„Die Erprobungsstufe dient der Erprobung, Förderung und Beobachtung der Schülerinnen und Schüler, um in Zusammenarbeit mit den Eltern die Entscheidung über die Eignung der Schülerinnen und Schüler für die gewählte Schulform sicherer zu machen.“

(§13 Abs. 2 Schulgesetz NRW)

Dieser Auszug aus dem Schulgesetz weist auf die besondere pädagogische Bedeutung der Erprobungsstufe hin. Die Schüler*innen wechseln mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Erfahrungen ans Gymnasium. Wir wollen die in der Grundschule erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickeln, den Kindern neue Kompetenzen vermitteln und sie behutsam an gymnasiale Arbeitsweisen heranführen. Damit den Schüler*innen eine kontinuierliche Entwicklung ermöglicht wird, gelangen sie ohne Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6.

Den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium begleitet das AvD intensiv. Angebote wie der Tag der offenen Tür, ein Informationsabend, an dem unsere Profilklassen  vorgestellt werden, persönliche Anmeldegespräche und ein Begrüßungsnachmittag sollen den Kindern helfen, die „Schwellenangst“ zu nehmen. Nach einem Klassenlehrertag am ersten Schultag, der Raum und Zeit zum Kennenlernen bietet, erwartet die Schüler*innen ein zweitägiges Sozialkompetenztraining (SKT)  im Klassenverband, welches das Kennenlernen weiter unterstützt. Die im Fahrtenprogramm verankerte Klassenfahrt Ende der Klasse 5 oder zu Beginn der Klasse 6 dient ebenfalls dazu, die neu gestaltete Klassengemeinschaft zu stärken. Den Klassen 5 werden für das gesamte erste Jahr ausgebildete Paten zur Seite gestellt, die von Beginn an als Ansprechpartner und Experten in Sachen Schule den Fünftklässlern mit Rat und Tat helfend zur Seite stehen. Da der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium auch im Bereich des Lernens neue Herausforderungen an die Schüler*innen stellt, die von ihnen zu bewältigen sind, gilt es für die Kinder einiges zu organisieren. Aus diesem Grund wird in der Klasse 5 die Stundentafel um eine Wochenstunde – die sogenannte „LAT-Stunde“ – erweitert, in der die Klassenlehrer*innen die Kinder altersgerecht mit Lern- und Arbeitstechniken vertraut machen (z.B. Gestaltung des Arbeitsplatzes, Zeitplanung, Methoden der Wissensaneignung u.v.a.m.) und somit helfen, das Lernen richtig zu organisieren und effektiv zu gestalten.

Das AvD bietet zwei Profile an: Bilinguales Lernen und die  Bläserklasse. Der Schulstart am AvD kann auch in einer Klasse ohne spezielles Profil erfolgen.

Die Klassenlehrer*innen halten während der gesamten Erprobungsstufe engen Kontakt zu den Eltern, um individuelle Stärken besonders zu fördern oder eventuelle Probleme schon frühzeitig angehen zu können. Darüber hinaus bietet die Klassenleitung zweimal im Schuljahr Elternsprechtage speziell für die Eltern der Klassen 5 an. Viermal im Jahr finden für die Klassen der Erprobungsstufe pädagogische Konferenzen statt. Alle in den jeweiligen Klassen unterrichtenden Lehrer*innen beraten eingehend über die Entwicklung der einzelnen Schüler*innen, deren Stärken und Schwächen und beschließen Maßnahmen zur Förderung der Kinder.

Hausaufgaben stellen eine sinnvolle und notwendige Ergänzung der Arbeit im Unterricht dar. In unserem Hausaufgabenkonzept finden Sie Informationen über allgemeine pädagogische Grundsätze zu den Hausaufgaben, den Umgang mit dem zeitlichen Umfang sowie die Rolle der Eltern – insbesondere in der Erprobungsstufe.

Selbstverständlich wird auch schon ab Klasse 5 ein differenziertes Förderprogramm angeboten. Dies beinhaltet Förderunterricht in Kleingruppen durch Fachlehrer*innen, das Projekt „Schüler helfen Schülern“,Silentien, Lernbegleitung und unsere Lernferien. Hierzu finden Sie weitere Informationen unter dem Punkt Individuelle Förderung.

Falls gewünscht, kann von Montag bis Donnerstag die Übermittagsbetreuung besucht werden. Ein Mittagessen wird mit Ausnahme des Freitags täglich in der Cafeteria angeboten.

Eltern gehören selbstverständlich auch zum Schulleben. Im Rahmen der Elternvertretung engagieren sie sich und gestalten Schule aktiv mit.  Da eine Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Elternhaus die Basis der pädagogischen Arbeit ist, legen wir Wert auf diese enge Zusammenarbeit bei schulischen und außerschulischen Gelegenheiten im Verlauf des Schuljahres.