Lehrerausbildung am AvD

Es gibt mehrere Bausteine der Lehrerausbildung, die am AvD durch drei Ausbildungsbeauftragte (ABBAs) angeboten und betreut werden. Während des Studiums durchläuft man diverse Praktika und absolviert ein Praxissemester. Nach dem abgeschlossenen Studium folgt das achtzehnmonatige Referendariat. Bei den beiden letztgenannten arbeiten wir am AvD eng mit dem ZfsL Gelsenkirchen zusammen und sind dankbar für die langjährige und gute Kooperation.

Praktika

Das AvD bietet den Studierenden verschiedene Praktika an. Vorneweg zu nennen ist das Eignungs- und Orientierungspraktikum, das in den Semesterferien stattfindet. Wir ermöglichen bis zu drei Studierenden zeitgleich, das Praktikum bei uns abzuleisten. Die Studierenden erfahren über die Universitäten, welche Schulen wie viele Plätze anbieten und können ihre persönlichen Bewerbungen an die Schule richten. Studierende anderer Praktika, die zu späteren Zeitpunkten des Studiums abgeleistet werden, sind uns ebenfalls herzlich willkommen. Die Bewerbungen können auch immer direkt an die Ausbildungsbeauftragten (ABBAs) gerichtet werden.

Praxissemester

Seit dem Schuljahr 2015/2016 betreut das AvD Praxissemesterstudierende von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Das Praxissemester gehört zur ersten Phase der Lehramtsausbildung und wird von den Hochschulen verantwortet. Die schulpraktische Durchführung erfolgt jedoch an den Schulen der Ausbildungsregion unter Begleitung und mit Unterstützung der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL Gelsenkrichen).

Das Praxissemester beginnt jeweils am 15. Februar bzw. 15. September eines Jahres und hat zum Ziel, den Praxissemesterstudierenden grundlegende Fähigkeiten im Handlungsfeld Schule zu vermitteln. Praxissemesterstudierende können in nahezu allen bei uns am AvD angebotenen Fächern ausgebildet werden. Neben den jeweiligen Fachlehrern, welche den Praxissemesterstudierenden (in fachspezifischen Fragen) beratend und unterstützend zur Seite stehen, gibt es bei uns am AvD drei Ausbildungsbeauftragte (ABBAs), welche generell als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen, die Organisation des Praxissemesters übernehmen und dieses auch begleiten.

Referendariat am AvD

Das AvD bildet in jedem Durchgang sechs bis acht Referendar*innen aus. Das ist für die Größe der Schule ein gewisses Pensum, spricht aber auch für die gute Qualität der Ausbildung am AvD. Die Referendar*innen werden am AvD von drei Ausbildungsbeauftragten (ABBAs) betreut. Das AvD bildet in nahezu allen Unterrichtsfächern aus. Für die Besprechungen steht ein eigener Raum zur Verfügung, in dem neben einem Computer auch hilfreiche Unterlagen zur Unterrichtsvorbereitung zu finden sind.

Die Notwendigkeit spezifischer Detailabsprachen zwischen Seminar und ABBAs zum Zwecke der möglichst engen Verzahnung der zu behandelnden Inhalte ist sachlogisch. Diese Absprachen garantieren gleichzeitig, dass das schulische Ausbildungsprogramm Ausbildungsinhalte des Seminars nicht wiederholt oder diesen vorgreift, sondern vielmehr sollen die besprochenen Themen zumeist auf schulischer Ebene begleitet werden. Hinzu kommen Handlungskompetenzen, die nur die Schule liefern kann.

Die Einteilung der Gesamtausbildung erfolgt in drei Ausbildungsabschnitten und steht unter

folgenden Oberbegriffen:

• 1. Quartal: Vorbereitung auf den unterrichtlichen Einsatz und EPG (Eingangs- und Perspektivgespräch)

• 2. bis 5. Quartal: Begleitung des selbstständigen Unterrichts

• 6. Quartal: Begleitung der Prüfungsphase

Die Aktivitäten der ABBAs konzentrieren sich im 1. Quartal in enger Kooperation mit der Schulleitung vornehmlich auf Aspekte, die die Referendar*innen auf den selbstständigen Unterricht (sU) vorbereiten. Dazu gehört ganz wesentlich die Beratung in der Planung, Organisation und aktive Teilnahme an den Unterrichtsbesuchen inkl. der Nachbesprechungen. Die ABBAs beraten die Schulleitung bei der Planung des Einsetzens im Rahmen des selbstständigen Unterrichts. Ein weiterer zentraler Bestandteil des 1. Quartals ist das Entwicklungs- und Perspektivgespräch (EPG), zu dem jeweils ein ABBA zusammen mit dem Kernseminarleiter anwesend ist.

Die Aspekte des schulischen Ausbildungsprogramms verlagern sich im 2. bis 5. Quartal – abgesehen von speziellen Themen und Problembereichen zur Erweiterung des „Betriebswissens“ - auf die Ebenen der intensiven Hilfestellung für den Ablauf des sU und der individuellen Betreuung und Beratung in konkreten Belastungs- und Konfliktsituationen. Außerdem werden im 6. Quartal Beratungshilfen und Unterstützung für die Durchführung der unterrichtspraktischen Prüfungen und das Kolloquium für den Prüfungstag angeboten.